Kirche St.Georgen Zabeltitz

St.Georgen Zabeltitz 01

Geschichte

1495 wurde erstmalig eine hölzerne Kirche zu Zabeltitz erwähnt.

1520 entsteht der Georgs-Altar.

1539 gehört Zabeltitz mit Übigau, Stroga und Treugeböhla zur Superintendentur Großenhain

1540 sind die „Pflugks zu Zabeltitz“ in der Pfarrvisitation verzeichnet.

1555 wechselt Uebigau zur Kirche Skäßchen, Treugeböhla wechselt nach Frauenhain. Dafür wird Görzig nach Zabeltitz umgepfarrt.

1580/1581 lassen Elisabeth & Nickel Pflugk das heutige Kirchengebäude errichten. Doch schon kurz nach Baubeginn stirbt Nickel Pflugk und seine Ehefrau lässt den Bau vollenden. Beide Eheleute sind in der Zabeltitzer Kirche begraben. Der alte Georgsaltar wird nach Görzig gegeben und Zabeltitz erhält einen neuen Flügelatar.

1637 werden Dorf und Kirche im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Söldnern geplündert.

1693 baut der Dresdner Orgelbauer Christian Grabner eine Orgel ein.

1731 Kech und Hostiendose werden von Generalfeldmarschall August Christoph Reichsgraf von Wackerbarth angeschafft

1734, am 25. August, Beisetzung von Generalfeldmarschall August Christoph Reichsgraf von Wackerbarth in der Zabeltitzer Kirche

1736 wird ein Taufbecken aus Zinnn angeschafft

1743 wird eine neue Orgel gestiftet

1792 erhält die Dorfkirche die mittlere Glocke

1839, 1869, 1881, 1889, 1897 Restaurierungsarbeiten in und an der Kirche

1808 fast das gesamte brennt nieder. Nur Schloss und Kirche bleiben unversehrt. Die Mehrzahl der Urkunden und Akten zur Zabeltitzer Dorf- und Kirchengeschichte gehen verloren.

1917, am 17. Juni läuten letztmalig alle drei Glocken. Anschließend muss die die Kirchgemeinde die große und mittlere Glocke für Kriegszwecke abgeben.

1922, am 22. Januar, ist die Weihe des neuen Geläuts, bestehend aus drei Glocken (Gussstahl) in den Tönen e – g – h,

1922, Diebstahl des Taufbeckens

1923, neues Taufbecken (Geschenk von Familie Jay)

1924 wird Treugeböhla von Frauenhain nach Zabeltitz umgepfarrt

1937 Umbauarbeiten an der Orgel

1967 erhält die Kirche eine elektrische Heizung

1975 – 1981 Außenrenovierung der Kirche

1981 400-jähriges Jubiläum der St. Georgen Kirche Zabeltitz

1993/94 Innenrenovierung der Kirche

Benannt nach dem heiligen Georg

Unsere Kirche trägt den Namen des Ritters Sankt Georgt – dem Schutzpatron der Ritter, Reiter und Pferde, der Soldaten und Wanderer (Reisenden). Georg war ein hoher Offizier unter dem römischen Kaiser (283 – 305) Dicletian (243-313). Als dieser 303/304 die allgemeine Christenverfolgung mit dem Verbot ihrer Kultur, dem Niederreißen der Kirchen, der Beschlagnahme des Gemeindevermögens und der Bibelverbrennung befiehlt, tritt – der Legende nach – Georg aus dem Herr aus. Er ermahnt Diocletin von der Christenverfolgung abzulassen und selbst Christ zu werden. Darauf wird Georg enthauptet – er erleidet den Märtyrertod (um 305). Viele Legenden beschreiben Georg als einen Drachentöter. So soll er einen Drachen nahe der Stadt Silena (Libyen) getötet haben. Der Ritter Georg wurde von vielen Künstlern als Heiliger dargestellt und ist der katholischen Tradition folgend einer der 14 Nothelfer. Auch zahlreiche Ritterorden des Mittelalters sind auf ihn zurückzuführen. Diese tragen oft seinen Namen und führen als Zeichen seine Attribute: Drachen, Fahne, Rad, Pferd und Schwert. Auch im Siegel der ehemaligen Kirchgemeinde sind Symbole des heiligen Georg enthalten: der Drachen und das Schwert.

Quelle: 11. Heft „Zabeltitzer Heimat“ von Dietmar Enge. Dieses Hefte ist weiterhin in Zabeltitz erhältlich.